Innovativer Hightech-Lufthelm
Data Respons Schweden war an der technischen Entwicklung eines innovativen Fahrradhelms mit Airbag-Schutz beteiligt.
Veröffentlicht: 03 Februar, 2011
Der neue Helm wird vom schwedischen Unternehmen Hövding produziert. Er wird im Gegensatz zu herkömmlichen Fahrradhelmen nicht als Kopfbedeckung, sondern wie ein Kragen getragen.
Der Kragen, der als Modeaccessoire vermarktet wird, enthält Helium zum Aufblasen des Lufthelms und ein Steuergerät mit Gyroskopen und Beschleunigungsmessern, welche die Bewegung und ungewöhnliche Abweichungen von der senkrechten Position überwachen. Im Betrieb überwacht das Steuergerät kontinuierlich die Bewegungen des Radfahrers und der Kragen löst den Airbag-Schutz aus, sobald eine gefährliche Situation eintritt. Das Laden des Geräts erfolgt per USB.
Data Respons wurde 2007 in einer sehr frühen Phase des Entwicklungsprozesses eingeschaltet. Data Respons zeichnete für die Hardware-Lösung mit der Auswahl von Beschleunigungsmesser, Gyroskop und Mikroprozessor im Steuergerät verantwortlich. Anschließend lieferte das Unternehmen die ersten Prototypen.
“Data Respons ist ein professioneller und engagierter Partner. Die Mitarbeiter können gut zuhören und verstanden schnell, was wir wollen. Trotz unseres eher begrenzten Wissens im Elektronikbereich stand uns der Partner kontinuierlich mit Rat und Tat zur Seite und war immer bereit, unsere doch recht zahlreichen Anforderungen zu erfüllen”, meint Anne Haupt.
Beschleunigungssensor und Gyroskop funktionieren unabhängig voneinander, wirken jedoch gemeinsam. Bei einem Unfall registriert der Beschleunigungsmesser die ungewöhnliche Bewegung des Radfahrers, während das Gyroskop abweichende Neigungswinkel registriert.
Der Mikroprozessor sendet daraufhin ein Signal an den Gasgenerator zum Aufblasen des Airbags. Wenn der Radfahrer stürzt, sorgt das Gyroskop schneller für die Registrierung der Winkelabweichung von der Senkrechten, der Beschleunigungsmesser erfasst dafür rascher die ungewöhnlichen Bewegungen. Die Bauteile arbeiten selbstverständlich zusammen und gewährleisten so eine ausreichend schnelle Reaktion des Mikroprozessors.
Zur Unterscheidung dieser beiden Kategorien von Bewegungsmustern hat Hövding Bewegungsmuster von zahlreichen Radfahrern im Alltag über mehrere Jahre hinweg gesammelt. Der Entwicklungsprozess umfasste ebenfalls die Untersuchung von Radunfällen aller Art und die Aufzeichnung von Bewegungsmustern der Radfahrer bei diesen Unfällen. Lebensgefährliche Radunfälle wurden mit Crash-Test-Dummys und andere Unfälle mit männlichen und weiblichen Stunt-Profis nachgestellt. Alle aufgezeichneten Bewegungsmuster wurden anschließend in einer Datenbank zusammengefasst.
“Wir haben ein Patent für das einzigartige von uns entwickelte Berechnungsverfahren zur Unterscheidung dieser Bewegungsmuster beantragt. Dieses Verfahren stellt in Kombination mit Beschleunigungsmesser und Gyroskop den Kern der Hövding-Lösung dar”, erläutert Anna Haupt.